Mein BLOG - Interessantes, Reales aus der Großen Welt und natürlich von mir.
21.08.2011 NEUES AUS DER WELT MEINER BÜCHER!
Mein Roman "Aus den Fugen" ist ja schon 2008 im BOD Verlag erschienen. Mittlerweile gibt es meine Printbookausgabe auch als Ebook bei IBook und bei KINDLE. Da Schreiben ja eine Leidenschaft von mir ist, habe ich eine weiteres Buch auf den Markt gebracht.
Meine Autobiografie "Nahaufnahme - auf der Suche nach dem Kind in mir". http://www.amazon.de/Nahaufnahme-Auf-Suche-nach-Kind/dp/3842359004/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1313947943&sr=8-1
Ich setze mich dort ehrlich und offen mit dem Thema Kindererziehung - also meinem Werdegang - auseinander. Ich zeige in meiner Biografie auf, was mit Kindern passiert, denen die Eltern ihre eigenen Maßstäbe aufzwingen und sie zu perfektionisch agierenden Wesen erziehen, die nur noch auf Leistung getrimmt sind und die nach außen hin erwachsen wirken, aber innerlich nur kleine Kinder sind. Ich habe mehr als die Hälfte meines Lebens meinen Eltern treu "gedient", in dem ich ihre Maßstäbe als meine erachtet und ihre Bedürfnisse und Wünsche bis ins Detail erfüllt habe. Gelebt habe ich nicht. Meine Kindheit war ein einziger Albtraum und niemand hat es gesehen oder gemerkt, da ich - wie alle Co-Abhängingen - die Fassade nach außen hin immer gewahrt habe. Aus Scham und aus dem Wissen heraus, dass sowieso niemand da ist, der mir hilft.
Ich möchte gerne mit diesem Buch anderen Frauen und auch Männern, sie so erzogen wurden, Mut machen. Mut zur Selbstreflektion und zur Erkenntnis, dass es Zeit wird, sich helfen zu lassen. Und - dass es ohne professionelle Hilfe nicht geht. Man muss selbst etwas tun, um hinter die eigenen Kulissen zu blicken. Und um eine Kehrtwende einzuleiten.
Ich habe mir nach dem Tod meines Vaters geschworen, dass ich ab jetzt mein eigenes Leben lebe - und nicht mehr das meiner Eltern oder anderer Leute.. Ich erfülle meine Bedürfnisse und Wünsche - auch wenn es manchen von meinen Leuten nicht in den Kram passt. Aber - ich lebe damit zufriedener als je zuvor.
Zum 15.09. wird es "Nahaufnahme" auch bei KINDLE und bei IBook als digitale Ebookausgabe geben. Trauen Sie sich, es zu lesen. So wie ich mich getraut habe, mit einem heiklen Thema an die Öffentlichkeit zu gehen.
Was bringen Email-Kurse?
19.06.2010 Anpacken statt Aufschieben??
Als ich dieses Angebot las, habe ich mir zunächst gedacht was ich damit soll. Im beruflichen erledige ich doch meine Sachen zügig, auch wenn diese mir manches Mal keinen Spaß bereiten. Unangenehme Dinge im Job und auch Privat schiebe ich nicht großartig auf, sondern erledige die nach Möglichkeit sofort. Doch dann habe ich nachgedacht und befunden, mir diesen Kurs zu gönnen. Zunächst aus purer Neugierde. Ich wollte einfach wissen, wie Herr Kopp-Wichmann dieses Thema aufbereitet hat. Und – bin nicht enttäuscht worden. Denn ich habe nebenbei etwas ganz Wichtiges über mich erfahren, was ich noch nie so richtig bedacht hatte.VOLLTREFFER!
Meine Aufschieberitis war und ist zum Teil eher im Haushalt zu suchen. Sich zu fragen, warum ich diese Dinge immer wieder aufschiebe, habe ich bislang nie gemacht. Es hat zwar genervt, wenn mir meine Bügelwäsche schon wieder in die Augen sah und ich beschämt weggesehen habe…
Wenn ich von einem Außendienst sehr spät nach Hause komme, schlafe ich meistens sehr wenig. Ja, ich fahre wieder ein Schlafdefizit. Das ist ärgerlich genug. Deswegen verschlafe ich morgens des Öfteren und fange dann auch noch an, herumzu trödeln, weil ich nicht aus den „Puschen“ komme. Ich komme dann in Zeitverzug. Das macht mich erst recht hektisch und ich vergesse dann wieder etwas. Ich räume dann nichts mehr weg, lasse meine Teetasse prompt bis abends stehen.
Aber – Haushalt ist für mich ein absoluter Lustkiller und bei der wenigen Zeit,die mir abends oder am Wochenende zur Verfügung steht, bleibt eben genau das liegen. ICH HABE DAZU KEINE LUST, MUSS ABER DIESE DINGE MACHEN. Ich kann das leider nicht an eine Putzfrau delegieren. Dazu fehlt mir das Geld. Also –selbst ist die Frau. Doch ich habe mir bislang immer gedacht, das ist dochnicht schlimm, also mache ich es Morgen. Oder Übermorgen …
Nur - der nächste Tag kam und ich kam erst von einem Außendienst um 22 Uhr nach Hause, mit 16 Stunden Tageszeit und Action auf dem Buckel. Da war kein Funken mehr an Energie da, um wenigstens noch den kleinen Teil an Wäscheweg zu bügeln oder den Tisch noch abzuräumen. Nein, dazu war ich viel zu kaputt und zu träge. Wusste ich doch, dass ich morgen früh wieder so einen Tag haben werde … Also habe ich die Arbeiten auf die Wochenenden gelegt. Nur da war ich auch wieder so kaputt und lustlos, dass ich mich darum nicht gekümmert habe. Und irgendwo war ich dann auch wieder eingeladen. Das machte mehr Spaß als das blöde Aufräumen ...
Der Kurs zeigte mir auf, warum ich gerade in diesem Bereich nichts machen wollte. Die Ursachenforschung ist wichtig, weil man sonst das eigene Verhalten nicht versteht. Mein „Nutzen“ war davon, wenn ich die Dinge im Haushalt auf ein Minimum reduziere und andere Dinge in meiner Wohnung aufschiebe, habe ich für den ersten Moment einen Freiraum. Klein, aber mein.SIEG AUF ALLEN EBENEN!! Nur leider falsch gedacht. Dieser kleine Freiraum ist wirklich in dem Moment nicht der Rede wert, aber er gibt mir ein gutes Gefühl, mich diesen Arbeiten „widersetzt“ zu haben. Rebellion auf einer Ebene, die ich mehr als mein halbes Leben lang habe machen müssen.
Das war mir nicht bewusst. Meine Eltern waren krank, ich habe neben meinem Vollzeitjob mit Überstunden und Co den gesamten Haushalt meiner pflegebedürftigen Eltern schmeißen müssen. Freizeit kannte ich ja nicht, mein Leben konnte ich dadurch nicht im Geringsten leben. Meine sozialen Kontakte schränkten sich weiter und weiter ein zugunsten der Elternpflege und deren Haushalt. Mein Leben bestand nach der Arbeit nur noch aus Kochen, Putzen, Aufräumen, Wäsche.
Und jetzt? Ich habe diese Situation mit allen Gefühlen auf das Heute übertragen. Was Blödsinn ist, denn jetzt kann ich es doch selbst steuern, wann und was ich mache. Zwanglos. ICH ENTSCHEIDE ALLEINE UND NUR FÜR MICH. Nur da habe ich mich selbst ausgetrickst. Ich habe innerlich dagegen Randale gefahren und die äußerte sich in der vollständigen Verweigerung an diesen Arbeiten. Irgendwann musste ich, und dann stand ich das ganze Wochenende nur noch mit Haushalt da. Der alte Zustand war wieder hergestellt und das wollte ich ja nun überhaupt nicht. Der Kurs hat mir das eindeutig belegt.
Langsam fange ich an, mir Listen zu machen, was ich in dieserWoche noch tun SOLLTE. Ich habe mir eigene Regeln aufgestellt. MEINE REGELN. An die versuche ich mich zu halten. Denn – ich habe mich entschlossen, es jetzt zu tun. Entschließen heißt in meiner Übersetzung nicht unter Zwang von außenmüssen, sondern freiwillig die Entscheidung getroffen zu haben, diese Dinge zu tun. Ich will es, nicht - „ich muss es“ - tun. Ich habe nach dem Tod meiner Eltern diese Opferrolle verlassen und sehe nicht ein, sie in diesem Bereich wieder anzunehmen.
Auch wenn ich manches Mal keine erdenkliche Lust dazu habe, weiß ich nun, warum ich es nicht machen will, aber machen werde. Ich entscheide mich dafür und für mich, nicht dagegen. Und dann mache ich es merkwürdiger weise auch. Ich bügel nun auch mal abends und wenn ich fertig bin, freut es mich,dass ich es geschafft habe. Lästige Telefonate seitens meiner Bekannten versuche ich zu blocken. Meine Freunde haben dafür wenig Verständnis, weil sich jeder für wichtig empfindet. Außerdem sind sie es gewohnt, zu jeder Tages und Nachtzeit anzurufen, um ihre Probleme los zu werden. Odedr einfach nur der Unterhaltung wegen. Aber ich brauche diese Art der Anerkennung nicht mehr.
Dennoch - der Tag hat nun mal nur 24 Stunden und davon bin ich mindestens 12 unterwegs für die Arbeit. 7 Stunden möchte ich schon noch gerne schlafen und der Rest bleibt für mich übrig. Das ist weder egoistisch noch sonst was.
Ich setze mich hin und „belohne“ mich. Dann mache ich die Dinge,für die ich sonst wenig Zeit habe. Kreatives. Aber die eigentliche Belohnung ist dann die, dass ich mich auch unverhofft mal auf Besuch einlassen kann, ohne mich dafür zu schämen, dass es bei mir in der Wohnung aussieht, wie bei Hempels unter dem Sofa …
Außerdem macht es mir mehr Spaß, in eine ordentliche schöne Wohnung abends heim zukommen, anstatt in ein Chaos. Nach dem letzten Umzug, der völlig chaotisch mit den Bekannten lief, bin ich bis heute noch nicht in der Wohnung wirklich „drin“. Möbel stehen nicht an ihrem Platz, wo sie hinsollten und alleine schaffe ich es nicht. Auch bislang aufgeschoben. Immer auf das nächste Jahr.
Ich habe jetzt Bekannte organisiert, die mir demnächst helfen werden, meine Wohnung ein wenig umzukrempeln. Termin steht schon fest. Dann ist mehr Platz in den Schränken und im Keller. Darauf freue ich mich sogar. Weil es meine Entscheidung ist. Denn ich entscheide selbstverantwortlich in meinem Leben, was ich tue – oder auch lasse. Und bin mir der Konsequenzen auch bewusst.
Dieser Email Kurs ist wirklich etwas für alle, denen es schonlange auf den Keks geht, dass sie immer wieder Dinge nach hinten schieben („ mache ich nachher…,“ oder, „mache ich später“) und dann unter Zeitdruck später genau diese Dinge erledigen müssen. Denn in manchen Lebensdingen gibt es kein „später“ mehr. In anderen Sachen erzeugt ein Aufschieben Zeitdruck und schlechtes Gewissen.
Der Email Kurs ist sehr anschaulich – auch mit den Übungen – und sehr leicht zu verstehen. Und er ist eins – niemals belehrend. Herr Kopp-Wichmann hat eine wunderbare Art, Dinge auf einfachste Weise sehr klar auszudrücken und dem Leser zu vermitteln. Das war mir schon bei den Büchern aufgefallen.
Der Kurs ist klar gegliedert, mit Erklärungen und Übungen. Die im Übrigen ganz leicht nach zu machen sind und sich auch im Tagesablauf immer wiederfinden können. Gut gefallen hat mir die Lektion 3 mit den Schlupflöchern und dem heraus kristallisieren des eigentlichen Ziels, meiner Aufgabe, an der ich am meisten Spaß habe. Ich habe nach dieser Lektion mir meine eigene Liste erstellt mit Dingen, die mich meinem großen Ziel – kreativ zu arbeiten – näher bringen.
Und – ich habe mich sofort für die nächste Fortbildung in Hamburg zum Qualitätsauditor angemeldet. Meine Motivation ist wieder da. Die hatte ich in 11 Jahren in der Firma und 30 Jahren Elternzwangsgemeinschaft doch glatt verloren. Ich schreibe weiter an meinem Buch „Störfall Depression“ und auch meine Biographie kommt langsam ins Reine. Der Goethe Verlag mit seinem Angebot ist sehr interessant, zurzeit aber nicht aktuell, wegen der immensen Kosten.Aber – ich bin DRIN und ich habe das Angebot auf unbestimmte Zeit verlängert bekommen. Mein Ziel ist es, mit meinen Büchern Erfolg zu haben. Dem komme ich immer näher. Auch im fortgeschrittenen Alter.
Ich kann jedem, der sich von seinem eigenen Tun mit Aufschieberitis ab genervt fühlt, diesen Email Kurs nur empfehlen. Sie sparen sich damit unter Umständen mehrere Psychotherapiesitzungen. Denn Selbstreflektion ist wichtig. Und der Email Kurs von Roland Kopp-Wichmann hilft enorm dabei, seine Schwächen, aber auch seine Stärken zu erkennen, seinen Motivationsmotor wieder anzuschmeißen und selbstverantwortlich zu entscheiden, Dinge einfach anzupacken, statt sie aufzuschieben. Danke für diesen tollenKurs!
===========================================================.
Kindesmissbrauch - jeden Tag und alle schauen zu!
Ich hatte neulich per Facebook einen sehr beklemmenden Chat mit einer ganz lieben Bekannten gehabt. Sie ist Lehrerin an einer Schule in Wien. Dort wird ein kleines Mädchen definitiv von ihrem Vater , einem angesehenen Notar und Rechtsanwalt, sexuell missbraucht. Sie war entsetzt, geschockt und auch sehr wütend wenn nicht gar verzweifelt, weil niemand es für nötig hielt, dem Kind zu helfen. Es hat sie sehr mitgenommen, und das kann ich wirklich nachvollziehen! Der Vater holte das Mädchen ab und die Kleine wollte auf keinen Fall mit. Meine Bekannte musste mit ansehen, wie die Kleine dann letztendlich unter großer Weigerung und Widerwillen doch vom Vater mitgenommen wurde.
Die Schulärztin hatte bereits "mehrfache Hämatome im Genitalbereich" festgestellt, was aber weder dem Jugendamt noch der Polizei als Beweis" ausreichte, um das Kind dort weg zu holen. Ich frage mich allen Ernstes, wie weit gehen Ämter, Polizei und Menschen, wenn es um sexuellen Missbrauch von Kindern geht? Muss immer erst das Kind getötet werden, damit die Gesellschaft ihr Desinteresse verliert?
Wir haben es doch alle gesehen. Die Misshandlungen von Kindern in BREMEN, HAMBURG und auch dem Ostteil dieses Landes, schreckten zwar in den Nachrichten viele auf. Sicherlich waren einige betroffen, andere vielleicht auch entsetzt, danach ging man aber wieder zur Tagesordnung über.Es passierte ja nicht in der eigenen Familie. Also alles weit weg. Es macht nicht vor der Türe von einzelnen Städten oder Bundesländern halt. Es passiert jeden Tag - überall. Wir schauen zu und auch wieder weg und sagen." DAS GEHT UNS NICHTS AN."
Doch - tut es!! Es geht uns alle an!! Kinder sind schutzbedürftig und können nicht in einer solchen Umgebung aufwachsen und gesund gedeihen, wenn sich aus dem Umfeld ein jeder eine Dreck darum schert, was mit ihnen passiert. Diese kranken Typen, die ihre eigenen Kinder oder auch überhaupt Kinder missbrauchen, können es auch nur deswegen in der Form, weil die Ämter und Behörden mangels Interesse, Arbeitsüberlastung und mangelnden Mitgefühl einfach "nicht mehr Arbeit" möchten. Und einfach wegschauen.
Ich finde es skandalös, dass couragierte Mitbürger - egal in welchem Land sie sein mögen - vor geschlossenen Türen stehen. Sicherlich ist der Verdacht eines Missbrauches schnell ausgesprochen und wenn es nicht stimmt, hat der Verdächtige sein Leben lang drunter zu leiden. Doch was ist denn mit den Kindern? Die, die wirklich jahrelang missbraucht wurden und - weiterhin werden? Die leiden ihr Leben lang darunter und es kümmert die meisten von uns herzlich wenig. Wenn sie erwachsen geworden sind, gibt es ja viele psychiatrische Kliniken, die froh sind, dass sie ausgelastet sind. So kann man denken, wenn man Zyniker ist. Bin ich aber nicht.
Ich schreibe gerade deswegen diesen Blogeintrag , weil es nicht nur mich wütend und entsetzlich traurig macht. Sondern auch, weil ich mich irgendwo mitteilen muss. Über ein Thema, was offensichtlich den meisten Leuten am verlängerten Rückgrad vorbei geht. Wann werden wir denn mal wach?? Es kann doch nicht sein, dass der "deutsche Michel" immer noch mit seiner Schlafmütze und Nachthemd durch die Ämter geistert und den Amtsschimmel erneut zum wiehern bringt!!
Und deshalb - schauen Sie nicht weg. Rennen Sie diese Türen ein, schreiben Sie an die Presse und setzen solche Missstände einfach in die Öffentlichkeit. Lassen Sie nicht zu, dass so etwas in der unmittelbaren Umgebung passiert. Denn Kinder dürfen nicht alleine gelassen werden. Sie sind nach wie vor unsere Zukunft. Wer das nicht begriffen hat - dem ist nicht mehr zu helfen.
In diesem Sinne - seien Sie wachsam.
Ihre Silvia Wolf